BEKU - PODA

Themenübersicht

1. Prävention und Infektionslehre (HK E2 / E4)

Ziel ist es, die Gesundheit der Klienten und des Personals durch präventive Massnahmen zu schützen.

Infektionskette und Immunsystem
  • Infektionskette (Bsp. Influenza): Besteht aus Infektionsquelle, Austrittspforte, Übertragungsweg, Eintrittspforte und neuem Wirt. Muss zur Unterbrechung an einer Stelle durchbrochen werden.
  • Schutzbarrieren: Mechanische und chemische Barrieren des Körpers (z.B. Haut, Magensäure).
  • Unspezifisches Immunsystem: Schnelle, angeborene Abwehr.
  • Spezifisches Immunsystem: Erlernte, gezielte Abwehr mit Gedächtnisfunktion (B- und T-Lymphozyten).
Pathophysiologie und Pflege bei Fieber
  • Definition: Erhöhung der Körperkerntemperatur als Schutzreaktion.
  • Fieberphasen und Massnahmen:
    1. Fieberanstieg: Frösteln, Zittern (Massnahme: Wärme zuführen).
    2. Fieberplateau: Trockene, warme Haut (Massnahme: Überhitzung vermeiden).
    3. Fieberabfall: Schwitzen (Massnahme: Flüssigkeitsersatz, Kleiderwechsel).
2. Berufskrankheiten und Arbeitssicherheit
  • Definition Berufskrankheit: Erkrankungen, die nachweislich durch die berufliche Tätigkeit verursacht werden (z.B. Infektionskrankheiten bei Pflegepersonal).
  • Schutzmassnahmen: Strikte Einhaltung der Hygienevorschriften und korrekte Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA).
Prüfungsunterlagen & Lernziele

Lernziele HK_E2

Literatur: Careum Band 8, Kap. 2.3-2.4.3, 3-3.3.1, 4-4.2; Anatomie und Physiologie, Hep Verlag, Kap.6

Immunsystem
Entzündung & Infektion

Literatur: Careum Band 8, Kap. 4_5.5; Band 6, HK D1, Kap. 2.4.4, 3.1

Handlungskompetenz E.2: Massnahmen zur Prävention durchführen

Situationskreis: Situationen, die präventive Massnahmen für Personal und Klientinnen/Klienten erfordern Gesundheitsförderung im Betrieb

Handlungsleitende Kenntnisse

  • Eigenschaften der Mikroorganismen und der Krankheitsübertragung
  • Infektionswege in Verbindung mit Infektionskrankheiten
  • Anatomie und Physiologie: Immunsystem
  • Nosokomiale Infektionen
  • Pflegemassnahmen bei Fieber
  • Krankheitsbild der Grippe und Pflegemassnahmen

Fähigkeiten

  • Informiert sich bei Unsicherheit
  • Hält die Vorgaben und Empfehlungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein
  • Erkennt Risiken für Infektionen und beugt diesen vor Informiert Klientinnen und Klienten verständlich und klar über ihr/sein Vorgehen

Auftrag: Mind Map

Sozialform: Einzelarbeit

Zeitvorgabe: 2 Lektionen

Beurteilungskriterien

Formale und sprachliche Gestaltung (max. 15 Pkt.)

Kriterium
Das Mindmap entspricht den strukturellen Vorgaben: Querformat A3
Saubere Darstellung, Verbindungen im Uhrzeigersinn, zentrales Thema, es wird mit verschiedenen Farben gearbeitet
Schlüsselbegriffe werden sinnvoll gewählt und stichwortartig ausgearbeitet. Verbindungen sind ersichtlich und sinnvoll
Farbige Gestaltung, mit passenden Bildern/Skizzen (handgezeichnet)
Rechtschreibung

Inhalt (max. 37 Pkt.)

Kriterium
Fachliche Richtigkeit
Begründungen sind vorhanden
Verwendung des DURST-Schemas
Lernziele sind berücksichtigt
Einbezug der beispielhafte Situation
Vier begründete Pflegemassnahmen
Theoretische Vernetzungen sind sichtbar
Verwendung der Fachsprache und Erklärungen

Karteikarten

Schlüssel-Schloss Prinzip

Spezifische Passform von zwei oder mehreren Molekülen, die für eine biologische Funktion nötig ist.

Leukozyten

Weisse Blutkörperchen; Zellen des Immunsystems zur Abwehr von Krankheitserregern.

Makrophagen

Grosse Fresszellen, die Krankheitserreger und Zelltrümmer phagozytieren.

Lymphozyten

Spezialisierte weisse Blutkörperchen (B- und T-Zellen) für die spezifische Immunantwort.

Phagozytose

Aufnahme und Verdauung von Partikeln (z.B. Bakterien) durch eine Zelle.

Antigen

Substanz, die vom Körper als fremd erkannt wird und eine Immunreaktion auslöst.

Antikörper

Vom Immunsystem produzierte Proteine, die spezifisch an Antigene binden und diese neutralisieren.

Entzündung

Lokale Reaktion des Körpers auf schädliche Reize, gekennzeichnet durch Rötung, Schwellung, Schmerz, Wärme und Funktionsverlust.

Infektion

Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern in einem Wirt.

Infektionskette

Weg eines Krankheitserregers von einer Infektionsquelle zu einem neuen Wirt.

Influenza

Echte Grippe; eine durch Influenzaviren verursachte, akute Infektionskrankheit der Atemwege.

Antibiotika

Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Infektionen.

Virostatika

Medikamente zur Behandlung von viralen Infektionen.

Nosokomiale Infektion

Infektion, die im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung erworben wurde.

Fieber

Erhöhung der Körperkerntemperatur als Abwehrreaktion des Körpers.

Unspezifisches Immunsystem

Angeborene Abwehr, die schnell, aber unspezifisch auf Krankheitserreger reagiert.

Spezifisches Immunsystem

Erworbene Abwehr, die gezielt gegen bekannte Antigene vorgeht und ein Gedächtnis entwickelt.

B-Lymphozyten

Produzieren Antikörper gegen spezifische Antigene.

T-Lymphozyten

Greifen infizierte Zellen direkt an oder helfen anderen Immunzellen.

Mikroorganismen

Kleinstlebewesen wie Bakterien, Viren und Pilze.

Rubor

Rötung; eines der fünf klassischen Entzündungszeichen.

Tumor

Schwellung; eines der fünf klassischen Entzündungszeichen.

Calor

Wärme; eines der fünf klassischen Entzündungszeichen.

Dolor

Schmerz; eines der fünf klassischen Entzündungszeichen.

Functio laesa

Funktionsverlust; eines der fünf klassischen Entzündungszeichen.

Superinfektion

Eine neue Infektion, die auf eine bereits bestehende Infektion folgt, oft durch ein geschwächtes Immunsystem.

Antibiotikaresistenz

Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika.

Schutzbarrieren

Physikalische, chemische und biologische Barrieren des Körpers zum Schutz vor Krankheitserregern.

Granulozyten

Art von weissen Blutkörperchen, die an der unspezifischen Immunabwehr beteiligt sind.

Lymphatisches System

Teil des Immunsystems, das Lymphgefässe und lymphatische Organe umfasst.